Fachgruppentag Vermessung

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Angelika Macke begrüßt ZIRP-Geschäftsführerin Heike Arend

Zu einem der dienstlichen Weiterbildung dienenden ganztägigen Fachgruppentag mit fachlichen und allgemeinbildenden Vorträgen konnte die stellvertretende Fachgruppenvorsitzende Angelika Macke zahlreiche Mitglieder und Gäste im Hildegard-Forum in Bingen begrüßen.

Zu Beginn des vielfältigen Programms stand das Thema "Künstliche Intelligenz (KI) in der Vermessungs- und Katasterverwaltung Rheinland-Pfalz? - Vom Luftbild zu aktuellen Geobasisdaten“ auf der Tagesordnung. Referent war Dr.-Ing. Jens Göpfert, stellvertretender Leiter des Fachbereichs "Fernerkundung, Photogrammetrie, 3D-Geodaten und Veränderungserkennung" im Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland-Pfalz (gesonderter Bericht folgt in der nächsten Ausgabe).

Aus den Erfahrungen der Flutkatastrophe an der Ahr weckte das Thema „Schutz für Hab und Gut – Hausrat- und Wohngebäudeversicherung“ viel Interesse. Der Vortrag mit Diskussion wurde durch Philipp Wolf von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz gestaltet. Er gab viele Tipps zu Haken und Ösen bei Versicherungsabschlüssen. Detaillierte Hinweise sind unter www.verbraucherzentrale-rlp.de/wissen/geld-versicherungen ersichtlich.

Impulse durch die ZIRP

Mit modernen Arbeitsformen im öffentlichen Dienst und der Wirtschaft, u.a. Telearbeit, Home-offfice, Gestaltung der Arbeitsplätze, Auswirkung auf Arbeitsmethoden, beschäftigte sich Geschäftsführerin Heike Arend von der Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP) in ihrem Vortrag. Heike Arend erläuterte als Zielsetzung der ZIRP das gemeinsame Engagement von Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Kultur, um das Land als internationalen Wirtschaftsstandort, attraktiven Lebens- und Arbeitsraum und als lebendigen Ort europäischer Kultur nach innen und außen zu präsentieren. Die ZIRP fördere den Dialog verschiedener gesellschaftlicher Gruppen und gebe Impulse für zukunftsweisende Themen und Projekte. Sie verstehe sich als Netzwerk, Impulsgeber und Standortinitiative.

Heike Arend machte deutlich, dass die Digitalisierung die Arbeitswelt mit neuen Arbeitsweisen und -methoden deutlich verändert. Agiles und flexibles Arbeiten, Zusammenarbeit und Kommunikation werden die Arbeitswelt bis hin zu neuen räumlichen Gestaltungen wandeln. Die Corona-Pandemie habe der neuen Arbeitsweise nochmals neue Erfahrung gebracht und eine große Dynamik verliehen: „Die Arbeit ist mobil geworden. Wir wissen nun viel mehr darüber, wann und wie wir direkt oder digital zusammenarbeiten wollen, wie wir digital Wissen teilen und Wissen erwerben.“  

Bei Unternehmensgesprächen gehe es um den „Erfolgsfaktor Agilität“ im Veränderungsmanagement. Dort werde die Frage gestellt: Wie werden Unternehmen zu agilen Organisationen, welche Rolle spielen ein mitarbeiterzentriertes Führungsverständnis und eine agile Organisationskultur? Themen, bei denen sich die öffentliche Verwaltung noch schwertue.

Auch für die öffentliche Verwaltung müssten die Stichworte Teilhabegesellschaft, Stärkung der Weiterbildung, Wissens- und Gesundheitsmanagement eine stärkere Bedeutung erlangen. Reines Hierarchiedenken bringe keine neuen Impulse. Heike Arend ermunterte zur Erprobung neuer Arbeitsformen und -methoden, flexiblem und selbstbestimmten Arbeiten. Insbesondere von den Führungskräften werde mehr Flexibilität gefordert.

Im daran anschließenden Vortrag ging der BPR-Vorsitzende bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, BTB-Landesvorsitzende und neugewählte stellvertretende BTB-Bundesvorsitzende Axel Weyand insbesondere auf die sozialen Aspekte von Telearbeit und mobilem Arbeiten ein (gesonderter Bericht folgt in der nächsten Ausgabe).

BTBmagazinWeyand 20211019

Der neugewählte stellvertretende BTB-Bundesvorsitzende Axel Weyand
bei seinem Vortrag zu „Soziale Aspekte des mobilen Arbeiten“