Am 1.November 2020 wurde erstmalig die jährliche Sitzung der BTB Bundesfrauenvertretung in Form einer Videokonferenz durchgeführt

Bild BTB Magazin

links nach rechts:
Obere Reihe: Roswitha Geis (Hessen), Andrea Arnold (Saarland), Mira Emig (Rheinland-Pfalz)
Mittlere Reihe: Heike Jacobs (Sachsen-Anhalt), Saskia Niediek (Nordrhein-Westfalen), Roswitha Wiest (Sachsen)
Untere Reihe: Dana Rabenstein (Niedersachsen), Andrea Martin (Schleswig-Holstein), Rebecca Behrends (Bayern)
Teilnehmerin Simone Pabst (Thüringen) leider nicht auf dem Bild

Unter dem Motto „Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Lösungen!“ wurde in Absprache mit der BTB Bundesgeschäftsstelle die jährliche Sitzung der BTB Bundesfrauenvertretung spontan als digitale Videokonferenz von der Vorsitzenden Andrea Arnold organisiert.

Bei gewohnt freudiger Wiedersehens- und Schaffensfreude konnte unter Teilnahme fast aller Frauenvertretungen die Tagesordnung ausführlich besprochen werden.
Bereits zu Beginn der Sitzung ergab sich unter den Teilnehmerinnen ein reger und sehr interessanter Erfahrungsaustausch bezüglich der bundesweit unterschiedlichen Regelungen in den Dienststellen.
Während einerseits Mitarbeiter, mit digitalen Medien und Berechtigungen ausgestattet problemlos im Homeoffice arbeiten, setzen andere Dienststellen auf die Präsenzpflicht. Tageweise Regelungen dann, wenn eine räumliche Trennung der Mitarbeiter nicht möglich ist. Oft fehlt es an der digitalen Ausstattung. Weitere Probleme bringt der verschärfte Datenschutz mit sich.

Andererseits bieten sich auch die Möglichkeiten:
• Vereinbarkeit von Pflege und Beruf – durch Homeoffice möglich.
• Beruf und Familie – Wie Homeoffice der Bedeutung von Familie und Familienleben durch gewonnene Zeit wieder ganz andere Werte verleiht.

Unter diesen Gesichtspunkten wurde ein Antrag der BTB Bundesfrauenvertretung unter dem Leitthema Vereinbarkeit von Beruf und Familie: „Führen in Teilzeit und/oder ohne Präsenzpflicht“ an den 12. dbb bundesfrauenkongress gestellt und in den Vorberatungen zum Kongress auch angenommen.

Der dbb bundesfrauenkongress ist das oberste Beschlussgremium der dbb bundesfrauenvertretung. Zentrale Aufgaben des dbb bundesfrauenkongresses sind die Wahl und die Entlastung der Geschäftsführung, Novellierung der Satzung, Festlegung der Grundsätze der Frauenarbeit im dbb, Abstimmung von frauen- und gewerkschaftspolitischen Positionen, Anträgen und Entschließungen.
Im Regelfall tagt der dbb bundesfrauenkongress alle 5 Jahre.

Bedingt durch die Corona Pandemie wurde der für April 2020 festgelegte Termin in diesem Jahr abgesagt.
Die Wahl des geschäftsführenden Vorstandes wurde am 28.- und 29. Juni 2020 in Bonn unter Anwesenheit der Hauptversammlung durchgeführt. Milanie Hengst (jetzt: Kreutz) wurde hierbei zur neuen Vorsitzenden der dbb bundesfrauenvertretung gewählt.

Der dbb bundesfrauenkongress mit dem Motto: Zurück in die Zukunft – Frauenpolitik gestern, heute, morgen“ wurde für den 13. April 2021 neu terminiert.

Die BTB Bundesfrauenvertretung zum hat zum Kongress vier Anträge eingereicht, die bei den Vorberatungen in der Hauptversammlung der dbb bundesfrauenvertretung am 17. Januar 2020 in Berlin alle für die Beschlussfassung am dbb bundesfrauenkongress angenommen wurden.
(Berichterstattung erfolgt nach dem dbb bundesfrauenkongress)

In der BTB Bundesfrauenvertretung stehen ebenfalls personelle Veränderungen an. Nach nunmehr 11 Jahren möchte die derzeitige amtierende Vorsitzende Andrea Arnold (Saarland) nicht mehr für eine weitere Legislaturperiode kandidieren, ebenso wie die stellvertretende Vorsitzende Simone Pabst. Nach ausführlichen Beratungen konnten innerhalb der BTB Bundesfrauenvertretung zwei motivierte Frauenvertreterinnen für eine Kandidatur gewonnen werden. Da der für dieses Jahr bereits zweimal terminierte Gewerkschaftstag des BTB wegen Corona leider erneut abgesagt werden musste, werden die Kandidatinnen ihre Kandidaturen auf jeden Fall bis zur Neuterminierung des Gewerkschaftstages aufrechterhalten.

Ein einstimmiges und gemeinsames Resümee der digitalen Sitzung der BTB Bundesfrauenvertretung 2020:
Bezüglich der Durchführung der Sitzung in digitaler/virtueller Form wurde von den Teilnehmerinnen durchweg eine positive Bilanz gezogen.

Für die Zukunft werden Besprechungen in digitaler Form häufiger und auch kurzfristig stattfinden.

Dies dient dem Erfahrungsaustausch im Verlauf des Jahres zusätzlich zu der satzungsgemäß durchzuführenden jährlichen Sitzung.

Allerdings sollen, wenn möglich, die Präsenzveranstaltungen auch weiterhin in gewohntem Rahmen stattfinden.

Gez. Andrea Arnold (Saarland) und Mira Emig (Rheinland-Pfalz)