Sorgen und Vorsorgen - unter dem Motto stand der Frauentag am 17.5.2011 in

Emmelshausen.

25 Frauen besuchten den Fachtag um sich über Beihilfe, Vollmachten und das Thema Angehörige pflegen zu informieren und auszutauschen.

Frauen in Führungsfunktion, Gleichstellungsbeauftragte, Personalrätinnen - an den Themen interessierte Frauen gestalten den Tag aktiv mit. Begleithündin Conny saß dem Treiben gelassen zu, behielt "sein Frauchen" im Auge und genoss in den Pausen viele Streicheleinheiten.

Ein Themenschwerpunkt war die Beihilfe.
Die Referenten der ZBV Koblenz Karl-Josef Mader und Jürgen Theisen informierten über den aktuellen Rechtsstand und die bevorstehenden Veränderungen ab 1.6. bei der Antragstellung der Beihilfe. Neue Software macht neue Bearbeitungsmethoden notwendig. Hierüber werden in Kürze die Beihilfeberechtigten auch schriftlich von der ZBV informiert. Viele Frage und Unklarheiten konnten an diesem Morgen geklärt werden.

Wichtig ist auch an die eigene Vorsorge denken, wenn man selbst nicht in der Lage ist für sich Entscheidungen zu treffen. Nicht erst im Alter sondern tagtäglich kann man durch einen Unfall oder eine akute Erkrankung geschäftsunfähig sein. Vollmachte erteilen und eine Patientenverfügung aufzuschreiben ist eine ganz persönliche Angelegenheit, die einjeder für
sich selbst zu Papier bringen muss.

Ein Vortrag über rechtliche Notwendigkeiten kann hier nur Hilfestellung leisten.
Sorge für hilfebedürftige Angehörige zu tragen gehört für die meisten Bediensteten im öffentlichen Dienst bereits zur Lebenserfahrung. Statistiken sagen, wenn der Altersdurchschnitt der Beschäftigten über 50 ist jeder 2. pflegender Angehöriger.

Pflege bedeutet meistens seelische und körperliche Belastungen aber auch ungekannte Nähe zum Hilfebedürftigen. Die Würde des Pflegebedürftigen achten, gesetzliche und versicherungsrechtliche Möglichkeiten kennen und nutzen, können Berufs- und Pflegealltag erleichtern.

Hier erleben die Pflegenden, es braucht einen langen Atem die rechtliche Entwicklung den Bedürfnissen anzupassen. Es gleicht den oft negativen Erfahrungen, die die Frauen gemacht
haben, als es galt Beruf, Kinder und Familie unter einen Hut zu bringen.

Viele Pflegende sehen sich auch von der Gesellschaft missverstanden oder geächtet, wenn sie Hilfe durch professionelle Dienste in Anspruch nehmen oder einen Angehörigen in ein Heim geben. Diese Entscheidungen werden dann oft als "die Alten abgeschoben" stigmatisiert. Hier urteilen kann aber eigentlich nur, wer in den Schuhen der Pflegenden gegangen ist.

Mittlerweile gibt es eine reichhaltige Palette an Informationsschriften und Bücher zum Thema Pflege und Vorsorge. Ein Büchertisch bot einen kleinen Einblick in die Lektürevielfalt.

Aufgelockert wurde der Tag wieder durch das Bewegungsangebot der LSB-Übungsleiterin
Karin Hörsch.
Ob An- und Entspannen oder die Rückenmuskeln stärken, mit flotter Musik holte sie die Teilnehmerinnen von den Stühlen. Auch die Lachmuskeln wurden dabei kräftig trainiert.

Die gute Verpflegung und Versorgung durch die LBM-Bildungsstätte trug viel zum Gelingen des Tages bei.