Roswitha Wiest - Vorsitzende der BTB-Bundesfrauenvertretung
- in BTB-Bundesleitung gewählt:

Roswitha Wiest ist Ende Juni in die BTB-Bundesleitung gewählt worden und
ist nun eine der Stellvertreterinnen vom Bundesvorsitzenden Bernd
Niesen
>Bild<

 

Bericht über die Sitzung der BTB-Bundesfrauenvertretung in Kassel
am 10./11. April 2008
 

 Bericht als PDF-Datei

 Roswitha Wiest begrüßte die Teilnehmerinnen der Sitzung der BTB-Bundesfrauenvertretung in Kassel, insbesondere aber Frau Beate Schintz (BTB-Frauenvertretung NRW), die als Nachfolgerin für Erika Pfeiffer erstmalig an der Sitzung der Bundesfrauenvertretung teilnahm. An der Sitzung nahmen außerdem Teil: Anita Walburger (BTB-Frauenvertretung Bayern), Ilona Bliedner (BTB-Frauenvertretung Sachsen), Monika Petroschka, Dr. Beatrix Brinkmann (beide BTB-Frauenvertretung Rheinland-Pfalz), Andrea Arnold (BTB-Frauenvertretung Saarland), Elke Lentz (BTB-Frauenvertretung Brandenburg), Simone Pabst (BTB-Frauenvertretung Thüringen). Im weiteren Verlauf kamen auch Heidrun Kalinka (ehemalige Vorsitzende der BTB-Bundesfrauenvertretung und Erika Pfeiffer, ehemalige Vorsitzende der BTB Frauenvertretung NRW). Andrea Arnold wurde als Protokollführerin der Sitzung benannt.
 

Roswitha Wiest berichtete

 ► von der Bundesvorstandssitzung des BTB vom 14.06. – 16.06.2007 in Fulda.

      Bei der BTB-Bundesvorstandssitzung in Fulda wurde ein intensiverer
     Informationsausstausch zwischen den BTB-Landesbünden und der BTB-Bundesleitung
     vereinbart. Die Mitgliederzahl hat sich um 321 reduziert. Die Zahl der weiblichen
     Mitglieder wurde um 30 reduziert.

 ► von der Sitzung der Hauptversammlung der dbb bundesfrauenvertretung am 05.-7.
      Oktober in Hamburg.
An der Sitzung hatte Ingeborg Fröhlich teilgenommen (BTB-
      Frauenvertretung Baden-Württemberg)[1]. Ganz oben auf der Agenda der Zusammenkunft
      standen die Vorbereitungen für den dbb Gewerkschaftstag. Ein wichtige Ziel der dbb
      bundesfrauenvertretung war eine dem Mitgliederanteil entsprechende Vertetung von Frauen
      in den Gremien des dbb und seinen Mitgliedsgewerkschaften. Um dieses Ziel
      umzusetzen, hatte die bundesfrauenvertretung entsprechende Anträge zur Änderung der dbb
      Satzung eingereicht, die nicht nur Frauen zugute kommen sollen, sondern insgesamt den
      Prinzipien des Gender Mainstreaming Rechnung tragen. Beispielsweise sollten in Zukunft
     mindestens je zwei Frauen und Männer in der Bundesleitung des dbb vertreten sein.
     Deshalb hatte die dbb bundesfrauenvertretung auf dem Gewerkschaftstag noch zwei
     weitere satzungsändernde Anträge gestellt: Es soll in Zukunft eine bessere Repräsentanz
     von Frauen in den Gremien des dbb erreicht werden. Der entsprechende Antrag sieht vor,
     dass Gremien dann immer gendergerecht besetzt werden sollen. Das bedeutet, dass die
     Frauen, die im dbb einen Mitgliederanteil von ca. 30 % haben auch entsprechend dieses
     Anteils in den Gremien vertreten sind. Die Besetzung der Organe und Gremien
     entsprechend des Mitgliederanteils durch Frauen und Männer ist eine Ausprägung des
     Gender Mainstreaming-Prinzips. Die Durchsetzung von Gender-Mainstreaming kann nur
     dann erreicht werden, wenn alle  mitmachen. Dazu ist jedoch eine normierte Selbst-
     verpflichtung auf allen Ebenen notwendig. Die weiblichen dbb Mitglieder melden mit
     diesem Antrag ihren Anspruch auf eine gerechtere Verteilung der Teilhabe an Macht und
     Einfluss im dbb an. Da die Durchsetzung des Prinzips des Gender Mainstreamings nicht
     nur auf einer gendergerechten Besetzung der Bundesleitung und der Organe und Gremien
     des dbb beruhen kann, sondern es auch nötig ist, dass sich der dbb flächendeckend zum
     Prinzip des Gender Maintreamings bekennt, fordert die dbb bundesfrauenvertretung, dass   
     ein neuer Passus in die Satzung eingefügt wird, mit dem sich der dbb verpflichtet, seine
     Handlungen und Beschlüsse auf die Anwendung der Prinzipien des Gender Mainstreamings
     hin zu überprüfen. Konsequenterweise hat sich die Hauptversammlung entschieden, zwei
     Kandidatinnen vorzuschlagen: Einstimmig wählte sie Kirsten Lühmann (DPOlG) und Astrid
     Hollmann (VRFF), beide Mitglieder der Geschäftsführung. Wie nötig die Umsetzung von Gender
     Mainstreaming auch in den Gewerkschaften ist, zeigt der Anteil der zum Gewerkschaftstag
     entsandten weiblichen stimmberechtigten Delegierten, der ca. 18,9 % beträgt.

      Weiterhin berichtete die Vorsitzende Helene Wildfeuer der Hauptversammlung über die
     Arbeit der dbb bundesfrauenvertretung im vergangenen halben Jahr, das sehr ereignisreich
     war. So sei nur an den Festakt anlässlich des 50-jährigen Bestehens oder die erfolgreiche
     5. Frauen-politische Fachtagung zum Thema „Alterssicherung: Systeme erhalten -
     Herausforderungen annehmen!“ erinnert. Über den gewerkschaftlichen Rahmen
     hinaus, hat die von der dbb bundesfrauenvertretung eingelegte Verfassungsbeschwerde
     Aufmerksamkeit erzielt. Es soll die steuerliche  Absetzbarkeit berufsbedingter
     Kinderbetreuungskosten ab dem ersten Euro als Werbungskosten erstritten werden. Sehr
     erfreulich verlief ein Arbeitsbesuch bei Bundesministerin Dr. von der Leyen, Anfang
     Oktober in deren Ministerium. Schwerpunkte des Gesprächs waren die Themen
     Vereinbarkeit von Familie und Beruf, insbesondere durch einen umfassende
     Kinderbetreuung und die Verbesserung der Aufstiegschancen bei Teilzeitarbeit, sowie die
     Notwenigkeit ein familienfreundliches Steuerrecht zu entwickeln. Die Vorsitzende machte
     deutlich, dass der öffentliche Dienst in der Gesellschaft eine Vorreiterrolle innehat und so
     das Thema Chancengerechtigkeit für Frauen und Männer  umsetzen muss.

      Eine ausführliche Darstellung in unter 
      http://www.frauen.dbb.de/frauen_im_dbb/2007/frauenimdbb_1007.pdf  nachzulesen.

 

von der Sitzung der Hauptversammlung der dbb bundesfrauenvertretung am
     22./23. Februar 2008 in Königswinter.
[2],[3]An der Sitzung nahm Ingeborg Fröhlich
     (BTB-Frauenvertretung Baden-Württemberg) teil.


     Die dbb bundesfrauenvertretung hat in der Zeit vom 22. bis 24. Februar 2008 ihre
     Frühjahrstagung in Königswinter durchgeführt. Die Hauptversammlung tagt zweimal
     jährlich, Teilnehmerinnen sind die Frauenvertreterinnen der einzelnen Mitglieds-
     gewerkschaften und Landesbünde des dbb. Regelmäßig tagt die Hauptversammlung im
     Frühjahr in Königswinter, während die Herbsttagung reihum in verschiedenen
     Bundesländern stattfindet.

     Als Gäste begrüßte die Vorsitzende Helene Wildfeuer den Bundesvorsitzenden des dbb
    beamtenbund und tarifunion, Peter Heesen, sowie die stellvertretende Bundesvorsitzende
    des dbb beamtenbund und tarifunion, Ilse Schedl und den Geschäftsführer des dbb
    vorsorgewerks, Dr. Alexander Schrader.

    Der dbb Bundesvorsitzende, Peter Heesen, berichtete über die aktuellen politischen Ent-
    wicklungen im dbb. Ein großes Thema sei für den dbb das Dienstrechtsneuordnungsgesetz,
    mit dem das Dienstrecht für die Bundesbeamten neu gestaltet werden soll. Möglicherweise
    werde dieses Gesetz Modellcharakter auch für verschiedene Bundesländer haben. Als
    zweiten großen Komplex berichtete der Bundesvorsitzende des dbb über den Stand der
    Struktur- und Finanzreform des dbb. Der dbb müsse seine Strukturen straffen und dadurch
    effizienter werden. Der dbb müsse auch auf die Föderalismusreform reagieren. Die
    Landesbünde müssten als Dachorganisationen auf Landesebene vom dbb unterstützt und
    gestärkt werden. Die Interessen der Mitglieder sollten stärker gebündelt werden.
    Tarifkräfte und beamtete Beschäftigte müssten dabei an einem Strang ziehen.
    Die Berichterstattung zum Komplex Struktur- und Finanzreform des dbb verband Helene
    Wildfeuer konkret mit drei wesentlichen Zielen der dbb bundesfrauenvertretung:

 

    1.     Der Erhöhung des Frauenanteils in Entscheidungsgremien des dbb – insbesondere
      dort, wo ein Entsendungsrecht bestehet,

     2.     der angemessenen Repräsentanz von Frauen in der Bund3esleitung des dbb
      beamtenbund und tarifunion sowie

     3.     der Umsetzung des Gender Mainstreaming-Prozesses im dbb beamtenbund und
            tarifunion.

    Zahlreiche Anträge des 9. dbb bundesfrauenkongresses 2006 forderten die
   Geschäftsführung zum Handeln auf. Das bedeute aus ihrer Sicht auch die Berücksichtigung
   dieser Anliegen im Prozess der Struktur- und Finanzreform. So seien repräsentative
   Beschlüsse des Gewerkschaftstages im November 2007 nur dann möglich, wenn auch die
   Anliegen der zum weiblichen Drittel des dbb gehörenden Mitglieder aufgegriffen werden.     
   Dies sei sehr wohl dann zu erreichen, wenn Frauen repräsentativ als stimmberechtigte
   Delegierte entsandt werden. Eine Entsendung als Gastdelegierte verfehle das Ziel.

   Auch aus Sicht des dbb Bundesvorsitzenden ist es ein erstrebenswertes Ziel, dass beim dbb
   Gewerkschaftstag 2007 mehr Frauen als stimmberechtigte Delegierte – und nicht nur als
   Gastdelegierte – von ihren Verbänden entsandt werden. Entsprechend wird er an die
   Vorsitzenden der Mitgliedsgewerkschaften und Landesbünde appellieren, ihre Delegierten
   gendergerecht zusammenzusetzen. Die Anträge des 9. dbb bundesfrauenkongresses, mit
   denen die dbb bundesfrauenvertretung eine Anpassung der dbb Satzung hin zu einer
   höheren Repräsentanz von Frauen anstrebt, lägen der Bundesleitung zur Beratung vor und
   seien auch dem Bundesvorstand für die Sitzung am 4./5.März 2007 vorgelegt worden.

   Die Hauptversammlungsmitglieder sprachen sich unisono dafür aus, dass Frauen vermehrt
   als stimmberechtigte Delegierte zum Gewerkschaftstag entsandt werden müssen, damit
   gendergerechte Entscheidungen getroffen werden können, und erklärten sich zur Teilnahme
   am Gewerkschaftstag bereit.

   Die Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung, Helene Wildfeuer, freute sich weiterhin,
   dieses Mal ein neues Mitglied begrüßen zu können. Die Katholische Erziehergemeinschaft
   (KEG) hatte die Kollegin Gerlinde Kohl entsandt.

   Während die letzte Hauptversammlung im Oktober hauptsächlich dazu diente, dass sich die
   dbb bundesfrauenvertretung auf den dbb Gewerkschaftstag 2007 vorbereitete, konnte
   diesmal die erfolgreiche Arbeit ausgewertet werden. Die Mitglieder der Geschäftsführung
   der dbb bundesfrauenvertretung Kirsten Lühmann (DPolG) und Astrid Hollmann (VRFF)
   berichteten den Mitgliedern der Hauptversammlung von ihrer Arbeit als stellvertretende
   Bundesvorsitzende des dbb.

   Die Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung informierte die Mitglieder der
   Hauptversammlung über die Arbeit der dbb bundesfrauenvertretung seit der letzten Sitzung   
   im Oktober. Aus Sicht der dbb bundesfrauenvertretung war der dbb Gewerkschaftstag 2007
   ein voller Erfolg. Zum einen sind die auf der Hauptversammlung im Oktober gekürten
   Kandidatinnen in die dbb Bundesleitung gewählt worden, zum anderen findet sich auf
   Antrag der dbb bundesfrauenvertretung an herausragender Stelle in § 1 der neuen dbb
   Satzung nun folgender Passus: „Der dbb sieht sich den Prinzipien des Allgemeinen
   Gleichbehandlungsgesetzes und der des Gender Mainstreaming als Leitmotive für
   Entscheidungsprozesse verpflichtet.“ Die Vorsitzende appellierte an die Mitglieder der
   Hauptversammlung, nun die neue Satzung umzusetzen und in den Fachgewerkschaften und
   Landesbünden auf eine gendergerechte Entsendung, insbesondere in    
   Entscheidungsgremien, zu pochen. Richtigerweise steht jetzt der dbb   
   bundesfrauenvertretung in den Grundsatzkommissionen des Bundeshauptvorstandes
   (ausgenommen ist die Grundsatzkommission für Haushalts- und Finanzfragen) und den
   Expertenkommissionen jeweils ein Sitz zu. Darin sieht die Vorsitzende einen großen
   Fortschritt, hatte die dbb bundesfrauenvertretung bisher lediglich einen Gaststatus. Diese
   Sitze werden mit Fachfrauen aus der Geschäftsführung bzw. der Hauptversammlung
   besetzt, die ihre Erfahrungen aus der praktischen Arbeit auf ihrem Gebiet als
   Expertenwissen, in die  Kommissionen einbringen werden.

   Neben den Wahlen zur Bundesleitung und der Satzungsänderung war die dbb
   bundesfrauenvertretung auch bei den meisten der von ihr gestellten Anträge an den
   Gewerkschaftstag erfolgreich. Die Vorsitzende nutzte die Gelegenheit, den Mitgliedern der
   Hauptversammlung über die Abstimmungsergebnisse der einzelnen Anträge zu berichten.
   Mit der Zustimmung zu den Anträgen haben die Delegierten des Gewerkschaftstages den
   dbb beauftragt, für eine entsprechende Umsetzung zu sorgen.

   Nach der erfolgreichen 5. Frauenpolitischen Fachtagung im Juni 2007 zu dem Thema
  „Alterssicherung: Systeme erhalten – Herausforderungen annehmen!“ wird die 6.
   Frauenpolitische Fachtagung am 23. Juni 2008 im dbb forum berlin stattfinden. Mit dem
   Thema „Gender Mainstreaming in der Bundesrepublik Deutschland – Umsetzung in Bund
   und Ländern“ wird wieder ein aktueller gesellschaftspolitischer Aspekt aufgegriffen
   werden. Damit möchte die dbb bundesfrauenvertretung einen weiteren Beitrag zur
   erfolgreichen Gewerkschaftsarbeit leisten und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die
   Möglichkeit geben, profunde Sachkenntnis zu erwerben.

   Zu der letzten Frauenpolitischen Fachtagung ist eine Broschüre[4] erschienen, in der
   ausgewählte Ergebnisse und frauenpolitische Standpunkte zum demografischen Wandel in
   der Bundesrepublik Deutschland und dessen Auswirkung auf die Alterssicherungssysteme
   präsentiert werden. Auf Anfrage kann die Broschüre auch an Mitglieder verschickt werden.

   Als Gast konnte die Vorsitzende weiterhin Herrn Jürgen Noack von der CESI willkommen
   heißen, der über das Diversity Management referierte.[5]

   „Diversitiy Management“ ist ein Konzept der Unternehmensführung, dass die
   Unterschiedlichkeit der Beschäftigten betont und zum Vorteil aller Beteiligten nutzen
   möchte. Es werden nicht nur die individuellen Unterschiede der Mitarbeiter toleriert,
   sondern diese werden im Sinne einer positiven Wertschätzung besonders hervorgehoben.
   Die Ziele von „Diversity Management“ sind:

·        Diskriminierungen von Minderheiten zu verhindern,

·        die Chancengleichheit zu verbessern,

·        eine produktive Gesamtatmosphäre im Unternehmen bzw. der Behörde zu erreichen.

  Dabei steht jedoch nicht die Minderheit selbst im Focus, sondern die Gesamtheit der
  Mitarbeiter in ihren Unterschieden und Gemeinsamkeiten. Durch den Einsatz von „Diversity
  Management“ soll es Unternehmen und Organisationen gerade hinsichtlich der zunehmend
  schwieriger werdenden demografischen Lage gelingen, einen guten Ruf am Arbeitsmarkt zu    
  erhalten, damit das Unternehmen bzw. die Organisation zukünftig für gut qualifizierte
  Mitarbeiter attraktiv bleibt. „Diversity Management“ hat auch im öffentlichen Dienst
  Einzug gehalten. Neben fiskalischen Gründen geht es in den Verwaltungen auch darum, die
  Zusammensetzung der Gesellschaft – insbesondere in den Großstädten – besser in der
  Belegschaft abzubilden und dadurch den Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern zu
  verbessern und diesen bessere Dienstleistungen anbieten zu können.

►Gewerkschaftstag 2007 des dbb vom 26. – 28. November 2007 in Berlin
    Am Gewerkschaftstag nahm Roswitha Wiest als stimmberechtigte Delegierte teil:    
    Der dbb Bundesvorsitzende Peter Heesen hatte am 26. November 2007 in Berlin den
    Gewerkschaftstag des dbb beamtenbund und tarifunion eröffnet. 562 stimmberechtigte
    Delegierte legten die Grundsätze für die politische Arbeit in den kommenden Jahren
    festlegen. Peter Heesen, seit 2003 Bundesvorsitzender der Spitzenorganisation von 40
    Gewerkschaften aus dem öffentlichen Dienstes und den privatisierten Bereichen mit über
    1,2 Millionen Mitgliedern, stellte  sich zur Wiederwahl. In seiner Eröffnungsrede hob
    Heesen Schlagkraft und Bedeutung des dbb hervor, der sowohl Beamte als auch
    Angestellte organisiert: "Wir bündeln unter unserem Dach mehr Mitglieder, als die beiden
    auf Bundesebene regierenden großen Volksparteien zusammen vorweisen können. Und wir
    sind keine zeitlich begrenzte Koalition, sondern eine homogene Organisation auf Dauer.
    Die Delegierten des 22. dbb Gewerkschaftstages sprachen Heesen ihr Vertrauen für eine
    weitere Wahlperiode aus. Diese Wahlperiode beträgt übrigens, nachdem eine
    entsprechende Satzungsänderung zuvor beschlossen worden war, im Interesse der
    Kontinuität der interessenpolitischen Arbeit, erstmalig fünf statt vier Jahre.

    Wiedergewählt wurden die Stellvertretenden Bundesvorsitzenden Klaus Dauderstädt
    (Gewerkschaft der Sozialversicherung), Heinz Ossenkamp (komba gewerkschaft) und
    Dieter Ondracek (Deutsche Steuer-Gewerkschaft). Neue Mitglieder der Bundesleitung sind
    Kirsten Lühmann (s.o.) (Deutsche Polizeigewerkschaft) und Astrid Hollmann (s.o.)(VRFF -
    Die Mediengewerkschaft). Der am Vortag wiedergewählte 1. Vorsitzende der dbb
    tarifunion Frank Stöhr gehört der dbb Bundesleitung kraft Amtes als 2. Vorsitzender an.
    Der 2. Vorsitzende der dbb tarifunion ist kooptiertes Mitglied der dbb Bundesleitung.

    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat auf dem dbb Gewerkschaftstag ihre Bereitschaft zum
    Dialog mit dem gewerkschaftlichen Dachverband in allen wichtigen, den öffentlichen
    Dienst betreffenden Fragen unterstrichen. „Der dbb ist uns wichtiger Partner bei allen
    Reformen – ob beim Dienstrecht oder in der Verwaltungsmodernisierung“, sagte Merkel
    am 26. November 2007 in Berlin. „Wir sollten auch künftig darüber sprechen, wie wir in
    unserer bewährten Kooperation vorankommen.“

    Sie habe „allergrößte Hochachtung“ für die Leistungen des öffentlichen Dienstes, sagte
    Merkel und verband ihren Dank an die Beschäftigten mit der Versicherung: „Der Bund
    weiß seine Beamten zu schätzen.“ Die Bundeskanzlerin sprach sich klar für einen
    Fortbestand des Berufsbeamtentums aus. „Das ist auch die Gewähr für die Kontinuität
    dessen, worauf die Bürger in diesem Land sich verlassen können.“ Merkel war von den
    Delegierten mit lang anhaltendem Beifall begrüßt worden. dbb Chef Peter Heesen hatte
    zuvor deutlich gemacht, dass der dbb nach der Föderalismusreform im Wettbewerb vom
    Bund als einem von 17 Wettbewerbern Vorbildliches für das öffentliche Dienstrecht
    erwartet. „Nachbesserungen im Sinne von mehr Reform sind möglich und nötig“, sagte
    Heesen mit Blick auf den Entwurf zum Dienstrechtsneuordnungsgesetz. Merkel
    signalisierte Gesprächsbereitschaft auch in der Frage verbesserter Leistungsanreize.

    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat auf dem dbb Gewerkschaftstag ihre Bereitschaft zum
    Dialog mit dem gewerkschaftlichen Dachverband in allen wichtigen, den öffentlichen
    Dienst betreffenden Fragen unterstrichen. „Der dbb ist uns wichtiger Partner bei allen
    Reformen – ob beim Dienstrecht oder in der Verwaltungsmodernisierung“, sagte Merkel
    am 26. November 2007 in Berlin. „Wir sollten auch künftig darüber sprechen, wie wir in
    unserer bewährten Kooperation vorankommen.“

     Die Anträge der Bundesfrauenvertretung wurden angenommen, bis auf den Antrag, dass 2
    Frauen in der Bundesleitung vertreten sein sollen. Im Endergebnis sind aber nun doch 2
    Frauen in der Bundesleitung vertreten.

     Die Frauenvertretung weist darauf hin, dass eine DVD zum Gewerkschaftstag erhältlich ist.

 ►von den Sitzungen des BTB-Arbeitskreises Beamten- und Besoldungsrecht,
    Grundsatzfragen (AK I) am 27./28.04.2007 in Ingolstadt und am 12./13.10.2007 in
    Stuttgart      

    Bei der Sitzung in Stuttgart erörterte der Arbeitskreis Beamten- und Besoldungsrecht,
    Grundsatzfragen (AKI) aktuelle Entwicklungen im Beamten-und Laufbahnrecht sowie
    Möglichkeiten zur Verbesserung der BTB-internen Arbeit. Der Vorsitzende des
    AK I, Werner Heilgermann, begrüßte hierzu das Mitglied der BTB-Bundesleitung
    Maximilian Feichtner und die anwesenden Mitglieder des Arbeitskreises. Des weiteren
    wird auf den Bericht im BTB – Magazin Novemer 2007 Seite 8 verwiesen
    (http://www.btb-online.org/btb_Magazin/btb_magazin_11_07.pdf)

 

►von der Festveranstaltung „50 Jahre dbb Bundesfrauenvertretung“ am 19. Juni 2007 in

    Berlin (s.a. http://www.frauen.dbb.de/frauen_im_dbb/2007/frauenimdbb_0607.pdf)


    Mehr Frauen in Entscheidungsgremien
    Mit dieser These seines Grußwortes brachte der dbb Bundesvorsitzende, Peter Heesen, seine
    Hoffnung und Erwartung zum Ausdruck, dass die Ziele der dbb bundesfrauenvertretung in den
    nächsten Jahren schneller durchgesetzt werden. Die Feststellung „Es muss etwas geschehen“
    reiche nicht mehr, vielmehr müssten wir uns überlegen, was zu tun sei. Ein Schritt sei die
    bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Auch die Neugestaltung des Dienstrechts sollte
    hierzu genutzt werden, so der dbb Chef.

    Frauenpolitik im Wandel
   
Für den Festvortrag zum Jubiläum stand mit Dr. Heiner Geißler ein hochkarätiger Politiker
    zur Verfügung. Mit seinem Thema „Frauenpolitik im Wandel – Rückblick, Ausblick“
    streifte der ehemalige Bundesminister durch die unterschiedlichsten Bereiche.

 2. Seminar „Frauenpolitik“ des BTB vom 04. – 6. November 2007 in Königswinter
    An dem Seminar nahm ein großer Teil der Frauenvertretungen teil. Das Seminar wurde
    von den Teilnehmerinnen positiv bewertet.
In einer Nachbetrachtung zum Seminar   
   selbst wurde festgestellt, dass das Thema AGG sehr ansprechend war. Es müssen
    unbedingt weiterhin Schulungen in ausreichendem Maß erfolgen. Weiterhin sollte das
    AGG
in den Dienststellen bekannt gegeben werden. Hier ist auch die
   Gewerkschaft gefordert sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Frau Wiest
   berichtet,  dass die Personalvertretung in Sachsen das AGG sehr ernst  nimmt.
   Schulungen werden über das Internet angeboten. Mitarbeiter werden aufgefordert
   sich über das Internet anzumelden. Nach erfolgter Schulung erhält der Teilnehmer
   ein entsprechendes Zertifikat. Frau Lenz berichtet, dass in Brandenburg Schulungen
   für die Personalräte angeboten wurden. Es wurden auch Beschwerdestellen
   eingerichtet und Mitarbeiterschulungen durchgeführt.

 3. Teilzeit und Beurlaubungen im Beamtenbereich

    Roswitha Wiest berichtete, dass in Baden-Württemberg die Beurlaubung von 12 Jahre
    auf 6 Jahre reduziert werden soll. Dies bedeutet eine deutliche Verschlechterung des
    bisherigen Standards. Die Verkürzung wurde von der BTB-Frauenvertretung als
    familienfeindliche Aktion bewertet.
    Es wurde auf die Entschließung bei dem Bundesfrauenkongress in Potsdam hingewiesen:

   - Die Unterbrechung der Erwerbstätigkeit darf sich nicht negativ auf die Betroffenen
     auswirken
   - Eine Teilzeitbeschäftigung darf sich nicht negativ auswirken

    Die Position der Bundesfrauenvertretung hierzu ist:
    Die Möglichkeit der Beurlaubung bis 12 Jahre muss bestehen bleiben.
    Die Verkürzung  von 12 Jahre auf 6 Jahre wäre eine Benachteiligung aller Beamten und
    familienfeindlich.

    Im Zuge der Diskussion um die Teilzeitbeschäftigung wurde darauf hingewiesen, dass
    es eine sogenannte voraussetzungslose Teilzeit gibt.

4. BTB Gewerkschaftstag vom 23.- 25. Juni 2008 in Berlin

   Es wurden 5 Anträge für den Gewerkschaftstag formuliert:
 
   1. Frühzeitige Förderung von Kindern im Kindergarten und in Schulen für technische
       Berufe
   2. Gender/Mainstreaming
als Handlungsprinzip in Entscheidungsprozessen von Verwaltung und
        Politik

   3. Durchsicht der BTB Satzung der Übernahme sowohl männlicher als auch weiblicher
       Formulierungen       
   4. Pflegeversicherung:
Übertragung der Reform des Pflegeversicherungsgesetzes vom
       14.03.2008 auf den Beamtenbereich

   5. Satzungsänderung der BTB-Satzung: Gender Mainstreaming im BTB

 
►   Vorsitz der Bundesfrauenvertretung und Stellvertretung.

        Roswitha Wiest bekundete ihre Bereitschaft für weitere 4 Jahre den Vorsitz
        der Bundesfrauenvertretung zu übernehmen. Bei der nächsten Wahlperiode möchte sie
        aber nicht mehr hierfür zur Verfügung stehen. Andrea Arnold und Simone Pabst
        erklärten sich bereit, die Stellvertretung zu übernehmen.

        Dieser Vorschlag wird dem BTB - Bundesvorstand zur Wahl weitergeleitet.

5.     GKV – Wettbewerbstärkungsgesetz – Reaktionen auf die Briefe der BRB-
        Bundesfrauenvertretung

        Roswitha Wiest berichtete über die nicht zufrieden stellenden Antworten auf
        ihre Anfrag hinsichtlich des Wettbewerbstärkungsgesetz.

 6.     Das AGG – Auswirkungen auf Krankenkassenbeiträge.

       
In einem Schreiben der DBV-Winterthur wurde einem Krankenkassenmitglied
        mitgeteilt, dass sich Beitragsänderungen ergeben, die sich aus den
        Auswirkungen des AGG ergeben. (Das Schreiben mit der Begründung wurde
        von Frau Wiest vorgelesen). Die Krankenkasse Debeka wurde daraufhin
        ebenfalls aufgefordert mitzuteilen, welche Maßnahmen die Debeka ergreift, das
        AGG umzusetzen. Antwort: Durch die Verteilung der Kosten für
        Schwangerschaft und Mutterschaft auf alle Versicherungsnehmer reduzieren
        sich die Beiträge nur für Frauen unter 45 Jahren.

 

7.     Aktionswoche zur Fortbildung weiblicher Beschäftigter in der Verwaltung des
        Saarlandes (Andrea Arnold)

        Fortbildung zuständigen Minister -  und Frauenministerin Annegret Kramp-Karrenbauer
        wurden an sieben Werktagen rund um den Weltfrauentag insgesamt 27 Fortbildungs-
        seminare und Workshops speziell und exklusiv für weibliche Führungskräfte
        und Mitarbeiterinnen der saarländischen Ministerien und nachgeordneten Behörden
        angeboten.

        Zur offiziellen Auftaktveranstaltung am 6. März 2008 an der Hermann-Neuberger-
        Sportschule in Saarbrücken überbrachte Staatssekretärin Gaby Schäfer die Grüße der
        beiden Schirmherren. Sie verwies vor allem auf die noch immer von Mehrfachbelastung
        geprägte berufliche Situation vieler Frauen im Landesdienst und die Anstrengungen der
        Landesregierung zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familien- und Berufspflichten
        für die Beschäftigten sowie die Wichtigkeit familiengerechter Arbeitsbedingungen und
        beruflicher Qualifikation für die Verwirklichung ihrer Karrierechancen.

        Im Laufe der Aktionswoche nahmen 360 Frauen aus den unterschiedlichsten Tätigkeits- 
        bereichen der Landesverwaltung die Gelegenheit wahr, ihre Potenziale und Kompe-
        tenzen durch die Teilnahme an einem oder mehreren der angebotenen Seminare gezielt
        zu fördern und weiterzuentwickeln.

        Die Themenpalette der Veranstaltungen reichte dabei von Rhetorik, Gesprächsführung
        und Argumentationstraining, über Präsentation und Körpersprache, Konfliktbewältigung,
        Problemlösungstechniken, Teamarbeit bis zur Gesundheitsförderung und Stress-
        bewältigung. Aber auch Themen wie Karriereplanung, Umgang mit Konkurrenz und
        Business-Behavior standen auf der Tagesordnung. Die Seminare wurden dabei
        ausschließlich von Referentinnen und Trainerinnen durchgeführt.

        Die riesige Resonanz im Vorfeld der Veranstaltung – mehr als 800 Frauen hatten sich
        um die 360 Seminarplätze beworben – war für die Schirmherren ein eindrucksvoller
        Beweis für die Bereitschaft der Mitarbeiterinnen, sich im Sinne lebenslangen Lernens
        beruflich wie persönlich weiterzuentwickeln.

         Innenminister Klaus Meiser: „Mit dieser Fortbildungswoche „von Frauen für Frauen“,
         die ein Novum in unserem Fortbildungsangebot ist, wollten wir die besondere
         Bedeutung der Fortbildung für die berufliche Entwicklung unserer weiblichen
         Beschäftigten hervorheben und die Mitarbeiterinnen gezielt ermutigen, ihre vielfältigen
         Kompetenzen weiterzuentwickeln. Die enorme Nachfrage beweist, dass dies gelungen
         ist. Gleichzeitig ist der offensichtlich große Fortbildungsbedarf für uns insbesondere vor
         dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und der notwendigen Vereinbarung
         von Familie und Beruf Anlass, unser Fortbildungsangebot in den angebotenen
         Themenbereichen weiter auszubauen.“

          http://www.saarland.de/SID-3E724395-AAEAEA07/35854.htm

   

  8.    Pflegeweiterentwicklungsgesetz (Musterbrief des Deutschen Frauenrates)        

          http://www.frauen.dbb.de/frauen_im_dbb/2008/frauenimdbb_0208.pdf

          Der Deutsche Frauenrat hatte in einem Musterbrief seine Erwartungen an
          die Pflegereform und deren Neuregelungen zusammengefasst und dieVerbände
          gebeten, diese Aktion wiederum zu unterstützen. Frau Wiest gab den Inhalt des
          Musterschreibens zur Kenntnis. Da das Gesetz am 14.03.2008 bereits beschlossen
          wurde, beteiligt sich die BTB-Bundesfrauenvertretung nicht an der Aktion.
           

9.       Berichte aus den Landesbünden

           Roswitha Geis stellte die neu in Kraft getretenen einheitliche Richtlinien für die
          dienstliche Beurteilung der Hessischen Beamtinnen und Beamten sowie der
          Tarifbeschäftigten und das Fortbildungskonzept für Hessische Führungskräfte vor.
          Führungskräfte müssen 50 Punkte hinsichtlich fachlicher Fortbildung aufweisen und
          100 Punkte für Fortbildungen für Führungsaufgaben.

           Elke Lentz (Brandenburg) ist für den ÖPR freigestellt. Sie berichtete für die
          Verwaltungsreform und Bandbreitenbeurteilungen

 

Beate Schintz (NRW) informierte über das PEM (Personal Einsatz Management):

 

         dbb nrw lehnt das PEM grundsätzlich ab

         Am 30.01.2006 fand im Finanzministerium NRW die offizielle Verbändeanhörung

         (Verfahren nach § 106 LBG) in Sachen Personaleinsatzmanagement (PEM) statt. Der
         dbb nrw überreichte seine Stellungnahme, in welcher er umfänglich zum
         Gesetzentwurf Position bezieht und verlieh auch mündlich seinen Bedenken und
         Anregungen Ausdruck.

         Ergebnis: Der dbb nrw lehnt die Einrichtung eines PEM grundsätzlich ab.

 

         Simone Pabst berichtete vom Rücktritt des Innenministers in Thüringen.

 

Simone Pabst (BTB Frauenvertretung Thüringen)

 

         Monika Petroschka (Rheinland-Pfalz) berichtete vom Landesgleichstellungsgesetz.
         Beatrix Brinkmann von der Reorganisation des Landesuntersuchungsamtes und der
         Überprüfung der Labore durch einen externen Gutachter.

 

Monika Petroschka (BTB Frauenvertretung Rheinland-Pfalz)

 

10. Bericht des Bundesvorsitzenden Bernd Niesen

 Bernd Niesen berichtete vom Gewerkschaftstag in Berlin. Positiv erwähnte er den neu gewählten Frauenanteil in der Bundesleitung. Des weiteren erörterte er die Bedarfslage des DBBund BTB. Aus den Fachgruppen erwähnte er vor allen Dingen, dass seit Einführung des
Batchelor die Noten über eine Ziffer schlechter liegen. Bei den Tarifverhandlungen wird der TVÖD nächstes Jahr für die Länderneu geregelt.


 

Die Teilnehmerinnen der Sitzung  der BTB – Bundesfrauenvertretung
Elke Lentz, Beate Schintz, Anita Walburger, Andrea Arnold, Beatrix Brinkmann, Roswitha Wiest, Roswitha Geis, Heidrun Kalinka, Erika Pfeiffer, Simone Pabst, Monika Petroschka, Ilona Bliedner mit dem BTB-Bundesvorsitzenden Bernd Niesen.